32 x Beethoven, alle Klaviersonaten

Herbert Bruhn hat es geschafft: Der Nachwuchspianist Hinrich Alpers (33) spielt in acht Konzerten alle Sonaten von Beethoven in seinem Saal in Ottensen. Die Zyklus beginnt in Hamburg am Sonntag, 19. Juni 2016, 16 Uhr, und endet 1 Jahr später am 18. Juni.

Bereits seit mehreren Jahren schwärmt Herbert Bruhn von dem jetzt 33 Jahre alten Pianisten aus Uelzen (jetzt in Berlin): „Ich hörte, wie die Musik in seinen Händen gestaltet wurde und eine Richtung erhält, wie ich es vorher eigentlich nur von meinem Dirigierlehrer Sergiu Celibidache kannte.“ Alpers hat Celibidache nie kennengelernt – er war klein, als Celibidache starb (1996). Bruhn konnte sich nicht erklären, warum er sich mit Alpers sogar über kleinste Details unterhalten konnte, die Celibidache in seiner Musikphänomenologie thematisierte. Sein Freund und Kollege in der Musikpsychologie Klaus-Ernst Behne, damals gerade als Präsident der Musikhochschule Hannover in Pension gegangen, wusste es: „Er ist einer der Starschüler von Bernd Goetzke“ – und Goetzke hat 30 Jahre seines Lebens lernend mit Arturo Benedetti Michelangeli, Celis bestem Freund verbracht.
Die Enkel-Generation?
Nein – ein junger Künstler aus eigener Kraft. Und da man soviel negative Kritik zu den beiden größten Künstlern des 20. Jahhrunderts hört, hier zwei explizite Abgrenzungen:
Seine Tempi sind nicht „zerdehnt“ (Joachim Kaiser über Celi), keine „zerbrechlichen Klangexperimente“ (unbekannter Msikkritiker über Michelangeli) – sondern gradlinig Beethoven, der Klassiker, aus dem ein Romantiker wurde. Unprätenziös, der Klang aus den Noten abgeleitet (so, wie es sein muss). Die Einführungen in die Konzerte, die Alpers vor jedem Konzert gibt, zeigen, dass er Beethoven erkannt hat. Er lässt die Zuhörer am Leben von Beethoven teilhaben, während er dessen Sonaten in der Entstehungsreihenfolge spielt.
Bruhn fühlt sich in seiner Verehrung sehr bestätigt: Der Zyklus in Hamburg wird nach dem 2. Abend für zwei Monate unterbrochen, weil Alpers die Einladung des Bonner Beethovenhauses annehmen wollte, die Sonaten auch hier zu spielen (Daten siehe www.hinrichalpers.com). In der alten Druckerei Ottensen geht es nach dem 19.6.2016 und dem 5.7.2016 erst im Oktober weiter.

Alpers spielt die Sonaten sowohl in Ottensen als auch in Bonn in der Entstehungsreihenfolge und erzählt in der Stunde vor dem Konzert am Klavier aus dessen Leben: Beethoven kommt uns in der Zeit privat sehr nahe. Jetzt alle Konzerte online für den Kartenvorverkauf geöffnet. Schauen Sie bei  ADDTICKETS.de unter Alte Druckerei Ottensen:

Mini-Abonnement für Geburtstagsgäste

  • xxx

Diese Preise gilt bis zum 10. Mai 2016