Echos of South Africa – Blurred Edges Festival

Datum/Zeit
Donnerstag, 07.06.2018
20:00


Echos of South Africa

Winnitzki/Hughes/Lücker

Matthäus Winnitzki : piano

John Hughes : double bass

Björn Lücker : drum set

mit

Luis Vicente : trumpet

Wolter Wierbos : trombone

Frank Gratkowski : alto saxophone, flute, bass clarinet

Tobias Delius : tenor saxophone, clarinet

 

Chris McGregor war ein südafrikanischer Komponist, Pianist und Bandleader. Sein Name ist untrennbar mit der südafrikanisch-europäischen Big Band „The Brotherhood of Breath“ verbunden, die er 1969 in London gründete.

Vor der Zeit von „The Brotherhood of Breath“ gab es in Cape Town „The Blue Notes“ – ein Jazz Sextett, das von McGregor u. a. zusammen mit dem für die musikalische Entwicklung unverzichtbaren Altsaxofonisten Dudu Pukwana initiiert wurde. Nick Moyeke, Mongezi Feza, Johnny Dyani und Louis Moholo vervollständigten die Gruppe. The Blue Notes haben Einflüsse von Duke Ellington und Hard Bop mit afrikanischer Musik z. B. Kwala verschmolzen und einen spannungsreichen und ekstatischen neuen Swing entwickelt.

Nach seiner Ausreise aus Südafrika formierte McGregor im selbstgewählten Londoner Exil „The Brotherhood of Breath“. Diese Band schuf eine einzigartige neue Musik aus dem Aufeinandertreffen des südafrikanischen Jazz und der hoch intensiven Musik der Free Improvisation aus England. Teilweise mit den Mitgliedern von „The Blue Notes“ wie McGregor, Moholo, Pukwana, aber auch mit britischen Jazzmusikern wie dem Firebrand Saxofonisten Evan Parker und dem Powerhouse Bassisten Harry Miller war „The Brotherhood of Breath“ eine Band wie keine andere, in der in bis dahin noch nie gehörter Art und Weise Zulu-Melodien, Bantu-Rhytmen und Free Jazz zusammen klangen.

Winnitzki/Hughes/Lücker haben seit mehr als fünf Jahre einen Großteil des Repertoires von Thelonious Monk als Kollektiv einstudiert. Für das Blurred Edges Festival 2018 haben W/H/L vier Musiker eingeladen, die teilweise über persönliche Erfahrungen mit zentralen Protagonisten aus dem Kreis südafrikanischer Musiker verfügen und die alle Lust dazu haben, Werke von „The Blue Notes“ und „The Brotherhood of Breath“ sowie von anderen südafrikanischen Musikern wieder neu aufzufassen und umzusetzen.

Tobias Delius begann im Ruhrgebiet Tenorsaxofon zu spielen. In Mexiko City und vor allem in Amsterdam entwickelte er seinen sehr persönlichen Stil. Seit mehr als 20 Jahren leitet er sein viel gepriesenes Quartett mit Tristan Honsinger, Joe Williamson & Han Bennink. Außerdem ist er in unzähligen verschiedenen tonangebenden internationalen Formationen der improvisierten Musik zu hören. Mit Louis Moholo’s „Viva-La-Black“ war Tobias 1992/93 in Südafrika, dessen erste Tournee dort nach seinem langen Exil in London. Seit 2007 lebt Tobias Delius in Berlin.

Frank Gratkowski ist tätig als Solist in verschiedensten internationalen Formationen. Er war mit seinem Soloprogramm 1990 Preisträger des Wettbewerbes „Musik Kreativ“ und konzertiert damit seitdem weltweit. Frank spielte auf nahezu jedem der großen deutschen Jazzfestivals, sowie auf zahlreichen internationalen Jazz und Neue-Musik Festivals. Seine Diskografie umfasst mehr als 50 CDs unter eigenem Namen und unzähligen Produktionen als „Sideman“.

Wolter Wierbos gilt als einer der weltweit führenden Posaunisten. Er hat in ganz Europa, Kanada, USA und Asien gespielt. Wierbos hat viele Auszeichnungen, darunter die Podiumprijs für Jazz und improvisierte Musik und den wichtigsten niederländischen Jazzpreis, den VPRO Boy Edgar Prize erhalten. Wie viele niederländische Blechbläser begann Wierbos in einer „Fanfare“ (Blaskapelle), als er mit 17 Jahren von Trompete zu Posaune wechselte. „Es sah gut aus und, die Posaunen laufen ganz vorne …“(Wolter Wierbos). Seine Interessen reichen vom hoch-präzisen kammermusikalischen Jazz über pulsierenden Post-Punk bis hin zur zeitgenössischen komponierten und improvisierten Musik.

Luis Vicente wählte zunächst eine Trompete, als er sich entschied, bei einem philharmonischen Orchester mit zuspielen. Luis hat privat bei Tomás Pimentel studiert, er besuchte auch die Escola de Jazz Luís Villas Boas / Hot Club de Portugal. Während dieser Jahre nahm er an Workshops mit Musikern wie Evan Parker, Chris Speed, Mário Laginha, David Binney, Jesse Davis, Julian Argüelles, Ohad Talmor, André Fernandes, Pedro Madaleno und Phil Grenadier teil. Derzeit spielt er seine eigenen Kompositionen für Trio und Quartett und ist Mitglied der Bands: Vicente | Marjamaki, Uhren & Wolken, Fail Better !, Twenty One 4tet, Deux Maisons, Chamber 4, WAS? Und Jasper Stadhouders ‚International Improv Esnesemble.
„His brass sensibility calls upon the free playing of Don Cherry and the free bop of Freddie Hubbard in equal measure.“ (Ken Waxman – New York City Jazz Record)

 

Beginn: 20:00 Uhr

Der Eintritt beträgt: 10 €

Tickets online unter: www.weinklang.reservix.de