JAZZ DUO Sebastian Gille – Saxophon und Elias Stemeseder – Klavier

Datum/Zeit
Samstag, 04.05.2019
20:00


Gille und Stemeseder verbindet eine langjährige musikalische und tiefe Freundschaft. Diese starke Verbundenheit schafft eine Atmosphäre der Aufmerksamkeit und des wechselseitigen Respekts in der Interaktion und bringt dabei eine Musik von einer großen stilistischen Geschlossenheit und klanglicher Einzigartigkeit hervor. Eine Musik, die nicht den schnellen Effekt sucht, sondern von feiner Struktur und tieferen Bedeutungen lebt. Diese Musik hat etwas Geheimnisvolles, sie schillert und schafft sich auf sachte Art eigene Klangwelten mit großer Innenspannung. 

 GILLE, geboren am 1. Februar 1983 in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, stammt aus einer musikalischen Familie und begann im Alter von 14 Jahren Saxophon zu spielen.  Im Jahre 2004 zog es den damals 21-jährigen nach Hamburg, wo er an der Hochschule für Musik und Theater Saxophon, im Bereich Jazz und Jazzverwandte Musik studierte. In den darauf folgenden Jahren wurde Gille unter anderem mit dem Solopreis der Oskar-Vera-Ritter-Stiftung (2005), einem Stipendium durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes (2007-2010), dem Dr. E. A. Langner Jazzpreis (2007), dem Jazzförderpreis des Kulturforums Schleswig-Holstein (2007), einem Kunststipendium durch die Claussen-Simon Stiftung (2014) und dem Hamburger Jazzpreis (2018) ausgezeichnet. Im Oktober 2018 wurde dem mittlerweile in Köln lebenden Saxofonisten Sebastian Gille der SWR Jazzpreis, die älteste Jazz-Auszeichnung im deutschsprachigem Raum, verliehen. 

In seiner Karriere arbeitet(e) Sebastian Gille mit einer Reihe renommierter Künstler, wie unter anderem Abdullah Ibrahim, Al Jarreau, Norma Winston, David Liebman, Steve Swallow, Bob Brookmeyer, Adam Nussbaum, Richie Beirach, Jim Black, Lionel Loueke, Jozef Dumoulin, Michael Gibbs, Rolf & Joachim Kühn.  

Auslandstourneen führten Sebastian Gille unter anderem durch Russland, China, Kanada, England, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Schweden, Norwegen, Estland, Österreich Schweiz, Tschechische Republik, Slowenien, Polen und Moldawien.  

Seine unverwechselbare Stimme am Tenorsaxophon ist mittlerweile auf über 40 Tonträgern zu hören. Seit der Veröffentlichung seines Debüt-Albums „Anthem“ im November 2011 wird er von der Fachpresse hochgelobt und unter anderem als einer der `ausdrucksstärksten Saxofonisten unserer Zeit´ bezeichnet. Das Jazz Podium zählt ihn derzeit sogar unzweifelhaft zu den großartigsten Holzbläsern auf diesem Planeten. 

„Ist unzweifelhaft zu den großartigsten Holzbläsern auf diesem Planeten zu zählen“ Thorsten Hingst, Jazzpodium .

„Einer der ausdrucksstärksten Saxofonisten unserer Zeit“ Tobias Richtsteig, Überjazz .

„Gille ist kein Lärmer, kein Auftrumpfer, sondern im Gegenteil die Mensch gewordene Redensart vom stillen Wasser, das tief ist. Sein Ton hat Wärme, Autorität, Geheimnis. Dass der Typ mit der Sanftmut-Aura, auch anders kann, hat er immer wieder bewiesen. Dann entströmt seinem Saxofon eine Expressivität, unter der sich der kleine Mann Bäumt und windet, als Geschehe Ihm diese Musik eher, als dass er sie selbst fabriziert.“ 

„Die Musik, die Sebastian Gille auf seinem Tenorsaxofon entwickelt, ist von einer geradezu Hemmungslos emotionalen Intensität. So wie dieser junge Musiker auf seinem Instrument spielt, kommt einem in den Sinn, was Charles Mingus über den Sound von Charlie Parker schrieb: Es hörte sich an, als seien in seinem Horn tausend Seelen eingewickelt.“ 

„Saxofonist Sebastian Gille zeigt, wie die Zukunft klingt“Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt .

„Eine unerhörte Spannung liegt im Raum, eine Kraft, die vom Spiel dieses Saxofonisten ausgeht, von der Sorgfalt, mit der er jeden einzelnen Ton zu seinem eigenen macht. Ein Ton, von einer geradezu hemmungslos emotionalen Intensität, in dem bei aller Wärme der Atem zu hören ist, Sensibilität und Verletzlichkeit und der Wille, Grenzen zu überschreiten. Irgendwo in der Mitte zwischen Albert Ayler und Lester Young, radikal und zugleich schüchtern flehend, in einer unverwechselbar, eigenen Gestalt. „ Stefan Hentz, Die Welt 

Elias Stemeseder ist am 1. Oktober 1990 in Oberndorf bei Salzburg (Österreich) geboren. Nach seinem Studium in Linz und Berlin lebt Elias seit 2015 in New York. Seit 2008 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Schlagzeuger Jim Black, mit dem er gemeinsam mehrere Projekte initiierte. Einerseits das akustische Klaviertrio Jim Black Trio, vervollständigt durch den Bassisten Thomas Morgan. Die ersten beiden Alben des Trios, „Somatic“ (2011) und „Actuality“ (2014) wurden auf dem Münchner Label Winter&Winter Recordings veröffentlicht. Das dritte Album, „The Constant“ wurde von Chamber Music America in Auftrag gegeben und wurde im Juli 2016 auf dem Schweizer Label Intakt Records veröffentlicht. 
 
Elias ist außerdem als gefragter Kollaborateur in zahlreichen europäischen und amerikanischen Projekten zu hören, unter anderem in den Bands Philipp Groppers PHILM (der nächste Gast dieser Reihe), Anna Webber’s PERCUSSIVE MECHANICS, im Robert Landfermann Quintet, Greg Cohen’s Garden of earthlings und dem kollektiven Trio “Jagged Spheres”. Die Liste seiner musikalischen Zusammenarbeiten beinhaltet des weiteren Namen wie Joey Baron, John Zorn, Tim Berne, Peter Evans, Mat ManeriKresten Osgood und Ingrid Laubrock. 

 

Eintritt: 15 €

 Tickets unter http://www.tixforgig.com