WEIMARER DREIECK – Deutsch-Polnische Gesellschaft & Europa Union

Datum/Zeit
Montag, 11.05.2020
18:30


Auf Einladung DPG Hamburg e.V. und Europa-Union:

„Das Weimarer Dreieck – Nur eine Episode?“

Teilnehmer*innen:
*Prof. Dr. Barbara Vogel, Historikerin, Mitglied der Deutsch-Französischen Gesellschaft ‚Cluny‘ (mit einem etwa 20 min. Eingangsstatement)
* Manuel Sarrazin, MdB aus Hamburg, Vorsitzender der deutsch-polnischen Parlamentariergruppe
* Hamburgs Justizsenator Till Steffen  (angefragt)

Immer wieder taucht im politischen, öffentlichen Diskurs – insbesondere von deutscher Seite – der Begriff „Weimarer Dreieck“ auf. Es kennzeichnet den Wunsch der drei Länder Frankreich, Deutschland  und Polen, in der Mitte Europas und angesichts einer verheerenden Kriegsbilanz zweier Weltkriege des vorigen Jahrhunderts, den Dialog und die Verständigung zu zentralen Punkten der innereuropäischen Kommunikation und Politik zu machen.

Doch erfahren wir schmerzlich, dass sich die Zeiten auch ändern können.

Diese hehren Ziele früherer Regierungen stehen weder im Zentrum noch auf der täglichen Agenda: Nationale Interessen scheinen mehr und mehr an Bedeutung zu gewinnen.

Ist deshalb die Idee des „Weimarer Dreiecks“ bereits zu beerdigen? Gibt es Ansätze von Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte? Hat dieser Ansatz praktischer Politik und Verständigung im europäischen Haus vielleicht sogar eine Zukunft?

Dr. Barbara Vogel ist eine exzellente Kennerin der deutsch-französischen Geschichte und Politik, Manuel Sarrazin ist durch seine parlamentarische Arbeit in besonderer Weise mit der polnischen Seite verbunden. Dr. Till Steffen weiß als Justizsenator und Vorsitzender der  AG Justiz des Bundesrates der (16) bundesdeutschen Länder-Justizministerien über einige bereits stattgefundene Projekte (z.B. über ‚hate-speech‘ und Künstl. Intelligenz) zwischen Warschau, Berlin und Paris zu berichten.