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Dezember, 2022

2022Mi07dec20:0022:00Buchvorstellung: Ein erbärmliches Unglück von Jörgen Bracker

Informationen

Der Hamburger Schriftsteller Jörgen Bracker war über 25 Jahre Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte. Kein Wunder, dass ihn die Geschichte Hamburgs auch nach seiner Pensionierung weiter beschäftigt. Er lässt sie in seinen Romanen aufleben. So auch in seinem neuen Buch „EIN ERBÄRMLICHES UNGLÜCK…“ Ein Roman zum Ersten aller Weltkriege!, dessen historischer Kontext der Dreißigjährige Krieg ist. Im Zentrum steht ein Attentat auf das Schiff eines Waffenschmugglers, das im Hafen von Neumühlen mit vierzig Gästen an Bord in die Luft gesprengt wird. Was hinter dieser Wahnsinnstat liegt, erzählt der der Roman.

An diesem Abend erwartet sie nicht nur ein spannender Roman, sondern Sie können zeitgleich auch eine Menge über Hamburg lernen von einem echten Hamburg-Experten.

Inhalt

Ein Feuer sprühender Komet wird im November 1618 über Europa gesichtet. Als eine himmlische Ermutigung zur Rache nach dem „Prager Fenstersturz“ (23. Mai 1618), dieser empörend schimpflichen „Entsorgung“ der katholischen Majestäten und Vertreter des Kaisers in Prag, aus einem Fenster der Prager Burg, deutete die katholische Welt dieses Himmelszeichen! Es beginnt mit Nadelstichen,  denen die gewaltige Schlacht am „Weißen Berg“ und die Niederlage der böhmisch-protestantischen Verbände folgen. Eine christ-katholische Soldateska wälzt sich alsbald in Richtung Norddeutschland. Magdeburg wird dem Erdboden gleich gemacht. Der neue, böhmische König Friedrich V.(Calvinist) flieht mit Frau Elisabeth und Kindern. Sie  suchen Schutz in der durch Jan van Valckenburg uneinnehmbar befestigten Stadt Hamburg. Ein mit Friedrich V. nach HH geflohene Sänger Vàclav wird auf einem Empfang des Königs im Englischen Haus zu Ehren Elisabeths wunderbare Lieder des englischen Komponisten John Dowland vortragen. In den Sänger verliebt sich ein wegen seiner dunklen Hautfarbe geschmähter Bauernbursch – vorgeblich -aus den Vierlanden, der als tüchtiger Fährtenleser vom Festungsbaumeister angestellte Jonas. Als bekannt wird, dass in Prag, Jessenius,  der Vater des Sängers, Rektor der Universität Prag, mit anderen Protestanten zusammen am 21. Juni 1621 vor dem Altstädter Rasthaus hingerichtet worden war, bittet Vàclav den technisch begabten Jonas, ihn, den durch den Glauben zur Blutrache verpflichteten Calvinisten, in bestimmter Weise zu unterstützen.

Am 2. Juli 1622 fliegt das Schiff eines Waffenschmugglers auf der Reede von Neumühlen mit über vierzig zur feierlichen Verabschiedung an Bord geladenen Menschen in die Luft. Bild und Textquellen, bei Baggerarbeiten entdeckte Wrackreste, ferner ‚fabrikneue‘ Waffen, wie sie im Frühjahr für den neu entbrannten Krieg der Spanier gegen die Calvinistischen Truppen der Holländer benötigt wurden, könnten mit der Explosion zu tun haben. Was wirklich geschah, erzählt der Roman.

Prof. Dr. Jörgen Bracker

wurde am 19.12.1936 in Braunschweig geboren. Nach dem Abitur studierte er Klassische Archäologie in Marburg, Kiel und Münster.  Der promovierte Archäologe wurde 1976 Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte. Er war verantwortlich für die  Schaffung neuer Abteilungen (Neuengamme, Museum der Arbeit, Hafenmuseum), für die Neugestaltung des Museum Schloss Bergedorf, für den Bau des GLASDACHS über dem Innenhof, wichtigste, räumliche Ergänzung für die Realisation der Präsentation: DIE HANSE – LEBENSWIRKLICKEIT UND MYTHOS. ES folgten u.a.  PALLADIO IN NORDEUROPA etc. –  Nach seiner Pensionierung in 2001 nahm er seine schriftstellerischer Tätigkeit auf.Er schreibt vorwiegend historische Romane und Krimis, orientiert an Funden und Befunden.

Datum

(Mittwoch) 20:00 - 22:00

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